Ratgeber / Praxen
Wie Patienten heute Ärzte finden: Google, Maps und ChatGPT
Patienten suchen nach Beschwerden, nach Namen und zunehmend über KI-Assistenten. Was das für Ihre Praxis-Website bedeutet und wie Sie in Google und in KI-Antworten sichtbar werden.
Früher kam ein großer Teil der neuen Patienten über Empfehlungen und das Telefonbuch. Heute beginnt fast jede Arztsuche im Internet, und zwar auf drei Wegen: in der Google-Suche, in Google Maps und immer häufiger in KI-Assistenten wie ChatGPT, Microsoft Copilot oder der KI-Übersicht von Google.
Was wir in den Daten unserer Praxiskunden sehen
Wir betreuen mehrere Praxen in Darmstadt und werten deren Search-Console- und Analytics-Daten jeden Monat aus. Die konkreten Zahlen bleiben vertraulich, die Muster sind aber bei fast allen gleich:
- Der größte Teil der Besucher kommt über die Google-Suche.
- Die Mehrheit der Zugriffe erfolgt vom Smartphone.
- „Fachrichtung + Stadt“ ist fast immer der wichtigste Suchbegriff.
- Namenssuchen nach einzelnen Ärzten machen bei Mehrbehandler-Praxen einen erheblichen Anteil aus.
- KI-Assistenten wie Copilot und ChatGPT nennen Praxis-Websites zunehmend als Quelle, messbar etwa über die Bing Webmaster Tools.
Daraus lassen sich drei Regeln für jede Praxis-Website ableiten.
Regel 1: Gefunden wird, was Patienten suchen
Patienten suchen nicht nach „Praxis für Orthopädie und Unfallchirurgie“. Sie suchen nach „Orthopäde Darmstadt“, nach „Knieschmerzen Arzt“, nach „MRT Termin Darmstadt“ oder nach dem Namen der Ärztin, die ihnen empfohlen wurde.
Für Ihre Website heißt das:
- Eine eigene Seite pro wichtiger Leistung, benannt mit den Worten, die Patienten verwenden
- Eine eigene Seite pro Ärztin und Arzt, damit namentliche Suchen nicht auf einer Teamübersicht landen
- Der Ort gehört dazu, in Überschriften, Texten und strukturierten Daten
- Die Google Search Console zeigt Ihnen, nach welchen Begriffen Sie heute gefunden werden
Regel 2: Google Maps entscheidet lokal
Bei Suchen wie „Hausarzt in der Nähe“ zeigt Google zuerst die Karte mit drei Praxen. Wer dort steht, bekommt den Großteil der Klicks. Entscheidend sind:
- ein vollständiges Google-Unternehmensprofil mit richtiger Kategorie, Öffnungszeiten, Fotos und Link zur Terminbuchung
- Bewertungen: Anzahl, Aktualität und Ihre Antworten darauf
- eine Website, die zum Profil passt: gleicher Name, gleiche Adresse, gleiche Telefonnummer
Regel 3: KI-Assistenten zitieren klare Quellen
Wer ChatGPT fragt „Welcher Orthopäde in Darmstadt hat ein offenes MRT?“, bekommt eine Antwort mit Quellen. Diese Systeme bevorzugen Websites, die:
- konkrete, überprüfbare Fakten enthalten (Leistungen, Geräte, Sprechstunden, Qualifikationen, Adresse)
- klar strukturiert sind, mit einer Frage pro Abschnitt und einer direkten Antwort
- technisch lesbar sind: schnelle Ladezeiten, strukturierte Daten (Schema.org), keine Inhalte, die nur in Bildern oder PDFs stehen
- überall dieselben Angaben machen, auf der Website, im Google-Profil und in Verzeichnissen
Das ist kein Hexenwerk und keine Spielerei. Es ist die Fortsetzung guter Suchmaschinenoptimierung mit anderen Mitteln.
Was Sie jetzt tun können
- Search Console einrichten, falls noch nicht geschehen, und nachsehen, wonach Sie gefunden werden.
- Google-Unternehmensprofil prüfen: Kategorie, Fotos, Terminlink, Antworten auf Bewertungen.
- Arztprofile anlegen, mit Namen, Schwerpunkten und direktem Buchungslink.
- Leistungsseiten schreiben, die eine Frage pro Seite klar beantworten.
- Selbst testen: Fragen Sie ChatGPT nach einem Arzt Ihrer Fachrichtung in Ihrer Stadt. Werden Sie genannt?
Fazit
Patienten finden Ärzte heute dort, wo sie Fragen stellen: bei Google, in Maps und bei KI-Assistenten. Eine Praxis-Website, die für alle drei Wege gebaut ist, bringt planbar neue Patienten. Genau das ist der erste Schritt unserer Methode „Gefunden. Gewählt. Gebucht.“. Wie Ihre Praxis heute dasteht, zeigen wir Ihnen in einer schriftlichen Ersteinschätzung.