Website erstellen lassen oder Baukasten nutzen? Was sich für KMU wirklich lohnt (2026)
„Warum soll ich eine Agentur beauftragen, wenn ich für 20 € im Monat bei Wix eine Website selbst bauen kann?"
Diese Frage ist absolut berechtigt. Und die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an, was Sie mit Ihrer Website erreichen wollen.
In diesem Artikel vergleichen wir beide Optionen sachlich – ohne Verkaufsargumente. Am Ende können Sie selbst entscheiden.
Was ist eigentlich ein Baukasten?
Website-Baukästen wie Wix, Squarespace, Jimdo oder IONOS bieten eine visuelle Oberfläche, mit der Sie ohne Programmierkenntnisse eine Website zusammenstellen. Sie wählen ein Template, passen Texte und Bilder an, zahlen eine monatliche Gebühr – fertig.
Typische Kosten:
- Wix: 13–36 €/Monat (Basis bis Business)
- Squarespace: 16–49 €/Monat
- Jimdo: 11–39 €/Monat
Das klingt günstig. Aber stimmt das wirklich?
Der echte Kostenvergleich
Baukasten – was Sie wirklich zahlen
Bei einem Baukasten zahlen Sie monatlich. Über 5 Jahre:
- Wix Business: ~35 €/Monat × 60 Monate = 2.100 €
- Plus Ihre Arbeitszeit: 20–40 Stunden für Erstellung und laufende Pflege = Wert von 1.000–2.000 € (konservativ gerechnet)
- Kein eigenes Hosting, keine eigene Domain im eigentlichen Sinne – Sie mieten Ihre Website
Gesamtkosten über 5 Jahre: ~3.000–4.000 € – und Sie haben am Ende nichts in der Hand.
Professionelle Website – was Sie wirklich bezahlen
- Einmalige Entwicklung: ab 1.290 € (Webstart-Paket bei Pyzon)
- Hosting: 20 €/Monat × 60 Monate = 1.200 €
- Wartung: optional, ab 79 €/Monat
Gesamtkosten über 5 Jahre: ~2.400–6.000 € – aber Sie besitzen Ihre Website vollständig und können sie mitnehmen, wohin Sie wollen.
Der reine Kostenunterschied ist bei ehrlicher Rechnung oft kleiner als gedacht. Der Unterschied liegt anderswo.
Wo Baukästen wirklich schwächeln
1. SEO-Performance
Das ist der kritischste Punkt für lokale Unternehmen.
Wix und Jimdo haben jahrelang SEO-Probleme gehabt. Zwar haben beide in den letzten Jahren nachgebessert, aber die technische Architektur hat strukturelle Nachteile:
- Langsame Ladezeiten durch aufgeblähten JavaScript-Code
- Mangelhaftes Schema-Markup – für Local SEO wichtig
- Eingeschränkte technische Kontrolle über Crawling und Indexierung
- Keine Server-Side Rendering – Google hat Mühe, JavaScript-lastige Seiten vollständig zu indexieren
Eine Studie von Backlinko aus 2024 zeigt, dass Websites auf professionellen Plattformen (Next.js, WordPress) im Schnitt 2× besser bei lokalen Suchanfragen ranken als vergleichbare Baukasten-Seiten.
2. Design-Einschränkungen
Templates sehen auf den ersten Blick schön aus. Aber:
- Tausende andere Unternehmen nutzen das gleiche Template
- Anpassungen sind begrenzt – sobald Sie vom Template abweichen, wird es schwierig
- Ihr Corporate Design (CI) lässt sich oft nur halbherzig umsetzen
Für ein Unternehmen, das sich von der Konkurrenz abheben möchte, ist das ein Problem.
3. Keine Skalierbarkeit
Was passiert, wenn Ihr Unternehmen wächst und Sie komplexere Funktionen brauchen?
- Buchungssystem direkt integriert? Bei Baukästen teuer oder unmöglich
- Mehrsprachigkeit? Sehr eingeschränkt
- API-Anbindung an CRM oder ERP? Nicht machbar
- Individuelle Landingpages für SEO? Kaum möglich
Eine professionell entwickelte Website kann wachsen. Ein Baukasten nicht.
Wann ein Baukasten sinnvoll ist
Ehrlichkeit verpflichtet: Es gibt Situationen, in denen ein Baukasten die richtige Wahl ist:
- Sie haben kein Budget für eine professionelle Website (kurzfristig)
- Sie benötigen sofort etwas Online – für ein Event, einen Prototyp
- Ihre Website ist eine reine Informationsseite ohne Anfragen-Ziel (z.B. ein Vereins-Kalender)
- Sie möchten selbst experimentieren und lernen
Für ein Unternehmen, das über seine Website planbar Kunden gewinnen will, ist ein Baukasten jedoch die falsche Grundlage.
Das Ergebnis in der Praxis: Zwei Fallbeispiele
Fall 1: Schreiner mit Wix-Website
Ein Schreiner aus Darmstadt hatte 3 Jahre lang eine Wix-Website. Kosten: 25 €/Monat, ca. 1 Stunde Eigenaufwand pro Monat. Ergebnis: 0-1 Anfragen pro Monat über die Website.
Nach einem Relaunch mit Pyzon:
- +48 % mehr Google-Klicks in 3 Monaten
- 3-5 qualifizierte Anfragen pro Monat über die Website
- Ladezeit von 6,8 auf 1,4 Sekunden verbessert
Fall 2: Rechtsanwalt mit veralteter Agentur-Website
Ein Anwaltsbüro in Darmstadt hatte eine 7 Jahre alte Website einer lokalen Agentur. Nach unserem Relaunch auf Next.js:
- +120 % Sichtbarkeit bei Google in 4 Monaten
- +75 % mehr Mandatenanfragen über die Website
- Platz 1-3 für Kernbegriffe in Darmstadt
Mehr Details im Portfolio.
Die wichtigsten Fragen, die Sie sich stellen sollten
Bevor Sie eine Entscheidung treffen, beantworten Sie sich diese drei Fragen:
1. Was ist mein konkretes Ziel? Wenn das Ziel „ein paar Informationen online haben" ist, reicht ein Baukasten. Wenn das Ziel „planbar 2-3 Anfragen pro Woche über die Website" ist, brauchen Sie eine professionelle Lösung.
2. Wie wichtig ist Google-Sichtbarkeit für mein Geschäft? Wenn Ihre Zielgruppe bei Google sucht (lokale Dienstleistungen, Handwerk, Praxen), ist Local SEO Pflicht – und dort haben professionelle Websites einen strukturellen Vorteil.
3. Was ist meine Zeit wert? Zeit, die Sie in die Pflege eines Baukastens investieren, fehlt im Kerngeschäft. Professionelle Websites mit CMS lassen sich in 15-30 Minuten pro Monat pflegen.
Unser Fazit
Für lokale KMU, die ernsthaft über ihre Website neue Kunden gewinnen wollen, ist ein professionell entwickelte Website die bessere Investition – nicht die teuerere.
Der Unterschied liegt nicht im Design. Er liegt in der technischen Grundlage für SEO, in der Qualität des Codes und in der Strategie dahinter.
Wenn Sie unsicher sind, welche Lösung für Ihr Unternehmen passt: Wir bieten eine kostenlose Website-Analyse an. Wir schauen uns Ihre aktuelle Situation an und geben Ihnen eine ehrliche Einschätzung – ohne Verkaufsdruck.
Pyzon ist Ihre Webdesign-Agentur aus Darmstadt für lokale KMU. Wir erstellen Websites, die bei Google ranken und planbar Anfragen generieren. Jetzt Erstgespräch buchen.
